Schenna/Meran Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen
Allgemeine Informationen zum Ort
Schenna liegt nicht weit von Meran auf einem prächtigen Sonnenhang nächst der Ausmündung des Passeiertales. Der Ort ist von grünen Wiesen, Wein- und Obstgärten, umgeben. Man genießt einen schönen Ausblick auf die mächtige Texelgruppe die sich wie ein prächtiger Kranz um das blühende Burggrafenamt legt.
Schloß Schenna und das vom Grafen von Meran erbaute Mausoleum sind die größten Attraktionen der hübschen Ortschaft.
Der ruhige Sommerfrischort zu Füßen des alten Schlosses hingeschmiegt, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Seine Anziehungskraft geht von der Sauberkeit seiner Straßen und Wege, von den Häusern mit den malerischen Holzbalkonen voller Blumen, kurz von all den Aspekten aus, in denen die Liebe der Südtiroler Bevölkerung für das Schöne zum Ausdruck kommt.
Das alte Schloß, wuchtig und majestätisch, scheint die Ortschaft zu seinen Füßen schützen zu wollen.
Schloß Schenna
Vom Dorfzentrum aus führt ein angenehmer Spaziergang nach Schloß Schenna, welches etwas oberhalb der Ortschaft liegt. Bereits im Hochmittelalter bestand in dieser Gegend eine Feste, wahrscheinlich auf Trümmern aus römischer Zeit errichtet, von denen allerdings keine Spur übriggeblieben ist.
Das neue Schloß wurde gegen die Mitte des 14. Jh. von Petermann von Schenna erbaut und ging nach dessen Tod im Erbschaftswege auf Hans von Starkenberg über, der eine Tochter Petermanns geheiratet hatte. In der Folgezeit blieben die Geschicke des Schlosses mit demjenigen derer von Starkenberg verknüpft, bis letztere an der Spitze der einheimischen Adeligen, die sich in einem Bund verschworen hatten, von Friedrich mit der leeren Tasche, dem damaligen Herrn von Tirol, besiegt wurden. Später ging das Schloß auf die Lichtensteiner über, die es im 19. Jh. erweiterten und verschönerten und ihm so das heutige Aussehen gaben, seit 1845 gehört dieses prächtige Schloß den Grafen von Meran. Im Inneren sind zahlreiche, sehr gut erhaltene Säle zu besichtigen, in denen man außer vornehmen alten Möbeln auch Waffensammlungen, Bilder und Portraits bewundern kann.
Neben Schwertern, Helmen, Hellebarden und zahlreichen Jagdtrophäen befinden sich im Waffensaal auch primitive Waffen der Tiroler, aus der Zeit Andreas Hofers, und eine französische Kleinkanone aus dem Jahre 1879.
Im Speisesaal, dessen Decke mit einem Tiroler Adler geschmückt ist, sind zahlreiche Gemälde und Portaits der Vorfahren der Grafen von Meran zusammengestellt.
Die Portraits des Erzherzogs Johann von Österreich und seiner Ehefrau Anna Plochl, deren Gebeine im Mausoleum nächst dem Schlosse ruhen.
Das Mausoleum
In der Nähe der Pfarrkirche steht das prunkvolle Mausoleum in neugotischem Stil, zwischen 1860 und 1869 auf Geheiß Franz von Habsburgs, des Grafen von Meran und einzigen Sohnes des Erzherzogs Johann, erbaut. In diesem Mausoleum wollte der Graf von Meran die sterblichen Überreste des Vaters bestatten, der aus Liebe zur bildhübschen Anna Plochl, Tochter des Postmeisters von Bad Aussee, den Wiener Hof verlassen und damit einen aufsehenerregenden Skandal ausgelöst hatte. Nach ihrem Tode im Jahre 1885 wurde auch die Gräfin Anna neben dem Gatten beerdigt. Noch heute ruhen ihre Gebeine im Frieden der mystischen Krypta, in der auch Graf Franz und die Gattin Theresia Lamberg bestattet sind.
Der neugotische Bau des Mausoleums ist aus rotem Sandstein und Granit vom Ifinger erbaut.
Im Bild das schlichte Innere mit den Gräbern aus weißem Carrara-Marmor.
St. Georgs-Kirche
Auf einer Anhöhe oberhalb von Schenna erhebt sich inmitten von Wiesen und Obstgärten die kleine romanische St. Georgs-Kirche. Sie wurde im 13. Jh. auf den Ruinen des Stammschlosses der Grafen von Schenna erbaut. Von der ehemaligen Burganlage ist heute noch ein Überrest des Turmes erhalten, der zu einem Wohnhaus umgebaut wurde (im Bild links neben der Kirche).
Das Gebäude mit dem seltenen kreisförmigem Grundriß wird im Inneren von einer einzigen Säule gestützt. Im 16. Jh. fand dieses Gotteshaus in einem spitzen Kirchturm seine harmonische Vollendung.
Die Wände im Inneren der St. Georgen-Kirche sind fast vollständig mit Fresken bemalt. Sie stellen unter anderem das Martyrium des Hl. Georg dar.
Die Predella des gotischen Flügelaltars der St. Georgs-Kirche aus dem 16. Jahrhundert zeigt sehr schön gearbeitete Figuren: Die Hl. Ursula im Kreise von Jungfrauen und ein Bischof mit Diakon, die in der Hl. Schrift lesen.
Ein Detail der Kanzel
Verdins
Etwas oberhalb von Schenna, an den Hängen des Hirzermassives gelegen, befindet sich die kleine Ortschaft Verdins auf 830m.
Von hier aus führt eine Bergstraße in die Masulschlucht, die als Grenze zum Passeiertal gilt.
In Verdins befindet sich auch die Talstation einer Seilbahn, die zu den Höfen von Oberkirn (1540m) führt, mitten ins Hirzergebiet.
Das Hirzergebiet
Eine große Seilbahn führt von Saltaus an der Passeirerstraße aus direkt aufs Hirzer-Hochplateau.
Wer im Sommer unterwegs ist, kann auf verschiedenen Höhen taleinwärts wandern und dabei die urtümlichen Bergweiler Schweinsteg und Mörre besuchen. So kann man bis nach St. Leonhard gelangen ohne je die Talstraße zu berühren.
Der Hirzer (2.781m) ist der höchste Berg der Sarntaler Alpen und ermöglicht einen fantastischen Rundblick ins Passeiertal, in den Vinschgau, in das Etschtal und über die Sarntaler Alpen hinweg bis zu den Dolomiten. Im Bild unten: Der Gipfel des Hirzers und die Tallner Alm (2.020m).
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